Effektiver Jahreszins bei verschiedenen Skontokonditionen
Skonto
Skontofrist
Netto-Ziel
Eff. Jahreszins
2 %
10 Tage
30 Tage
36,7 %
2 %
14 Tage
30 Tage
45,9 %
3 %
10 Tage
30 Tage
55,7 %
2 %
10 Tage
60 Tage
14,7 %
3 %
14 Tage
60 Tage
24,1 %
1 %
7 Tage
30 Tage
15,8 %
Skonto lohnt sich fast immer, wenn der effektive Jahreszins über den Kreditkosten liegt.
Häufig gestellte Fragen zum Zahlungsziel-Rechner
Was ist Skonto?
Skonto ist ein Preisnachlass, den der Lieferant gewährt, wenn die Rechnung vor dem regulären Zahlungsziel bezahlt wird. Typische Konditionen sind „2 % Skonto innerhalb von 10 Tagen, 30 Tage netto“.
Wie berechnet man den effektiven Jahreszins beim Skonto?
Formel: (Skontosatz / (100 - Skontosatz)) x (360 / (Zahlungsziel - Skontofrist)) x 100. Bei 2 % Skonto, 10 Tage Frist und 30 Tage netto ergibt das ca. 36,7 % effektiver Jahreszins.
Wann lohnt sich Skonto?
Skonto lohnt sich häufig, wenn genug Liquidität vorhanden ist oder die Zwischenfinanzierung deutlich günstiger ist als der rechnerische Skonto-Vorteil. Der effektive Jahreszins liegt bei typischen Konditionen oft deutlich über normalen Kreditkosten. Trotzdem solltest du Zahlungsfähigkeit, Kreditgebühren und Lieferantenbeziehung mitprüfen.
Was bedeutet „2 % 10 Tage, 30 Tage netto“?
Du erhältst 2 % Rabatt, wenn du innerhalb von 10 Tagen zahlst. Ohne Skonto ist die Rechnung innerhalb von 30 Tagen fällig.
Welche Skontofristen sind üblich?
Übliche Skontofristen: 10 Tage bei 2-3 % Skonto, 14 Tage bei 1-2 %. Zahlungsziele ohne Skonto: 30, 60 oder 90 Tage netto.
Was passiert bei verspäteter Zahlung?
Bei Überschreitung des Zahlungsziels kann Verzug eintreten. Verzugszinsen liegen im gesetzlichen Regelfall bei 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz bei Verbrauchern und bei 9 Prozentpunkten bei Entgeltforderungen ohne Verbraucherbeteiligung. Die 40-€-Pauschale für Beitreibungskosten gilt nur im Unternehmerverkehr, nicht pauschal gegenüber Verbrauchern.
Kann ich Skonto auch nach der Frist ziehen?
Grundsätzlich nein. In der Praxis dulden viele Lieferanten eine Überschreitung von 1-2 Tagen. Regelmäßiges Überziehen wird jedoch nicht akzeptiert.
Wie verbuche ich Skonto in der Buchhaltung?
Skonto wird als Erlösschmälerung (Verkäufer) oder Anschaffungspreisminderung (Käufer) gebucht. Bruttomethode: voller Betrag, dann Skontokorrektur. Nettomethode: sofort zum reduzierten Betrag.
Beeinflusst Skonto die Umsatzsteuer?
Ja, Skonto mindert die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer. Sowohl Lieferant als auch Empfänger müssen die Umsatzsteuer korrigieren.
Welche Eingaben gehören in den Zahlungsziel-Rechner?
Nutze die Eingaben, die der jeweilige Rechner abfragt. Prüfe Beträge, Daten und Annahmen getrennt, damit das Ergebnis nachvollziehbar bleibt.
Warum sollte ich die Eingaben beim Zahlungsziel-Rechner prüfen?
Kleine Eingabefehler können das Ergebnis stark verändern. Prüfe deshalb die wichtigsten Werte und rechne bei unsicheren Annahmen mit realistischen Alternativen.