Lies 4- und 5-Ring-Widerstände sicher aus dem Farbcode ab. Inklusive Ohmwert, Multiplikator und Toleranzbereich samt der passenden Farbtabelle dazu noch.
Widerstandscode ablesen
Wähle Farbringe, Ringanzahl, Multiplikator und Toleranz. Der Rechner übersetzt den Code in Ohmwert und Toleranzbereich.
Nennwert, Toleranz und Farbringfolge
Übersetzt den Farbcode in Ohm, Bereich und praktische Bauteil-Einordnung.
Wähle die Farbringe deines Widerstands aus.
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Ziffernwert-Bei 4 Ringen zwei Ziffern, bei 5 Ringen drei Ziffern.
M
Multiplikator-Faktor des Multiplikatorrings.
Farben für Ziffern und Multiplikator
Die Tabelle zeigt, welche Zahlenwerte die Farbringe im Rechner verwenden.
Farbe
Ziffer
Multiplikator
Hinweis
Schwarz
0
×1
nicht als erster Ring
Braun
1
×10
als erster Ring möglich
Rot
2
×100
als erster Ring möglich
Orange
3
×1k
als erster Ring möglich
Gelb
4
×10k
als erster Ring möglich
Grün
5
×100k
als erster Ring möglich
Blau
6
×1M
als erster Ring möglich
Violett
7
×10M
als erster Ring möglich
Grau
8
×100M
als erster Ring möglich
Weiß
9
×1.000M
als erster Ring möglich
Gold
nicht als Ziffer
×0,1
nur für Multiplikator oder Toleranz
Silber
nicht als Ziffer
×0,01
nur für Multiplikator oder Toleranz
Schwarz ist als erste Ziffer ausgeschlossen, weil führende Nullen keinen sinnvollen Nennwert erzeugen.
Toleranzringe und typische Verwendung
Der Toleranzring bestimmt, wie weit der reale Widerstand vom Nennwert abweichen darf.
Farbe
Toleranz
Einordnung
Kein Toleranzring
±20 %
grobe Bauteile oder fehlender Toleranzring
Braun
±1 %
präzisere Elektronikbauteile
Rot
±2 %
präzisere Elektronikbauteile
Grün
±0,5 %
sehr enger Mess- oder Referenzbereich
Blau
±0,25 %
sehr enger Mess- oder Referenzbereich
Violett
±0,1 %
sehr enger Mess- oder Referenzbereich
Grau
±0,05 %
sehr enger Mess- oder Referenzbereich
Gold
±5 %
typischer Standardbereich
Silber
±10 %
grobe Bauteile oder fehlender Toleranzring
Ohne Toleranzring wird im Rechner ein grober Bereich von ±20 % angesetzt.
Typische Farbcodes im Vergleich
Die Beispiele zeigen, wie sich Ziffern, Multiplikator und Toleranz im Ergebnis niederschlagen.
Farbcode
Nennwert
Bereich
E-Reihe
Braun, Schwarz, Rot, Gold
1 kΩ
950 Ω bis 1,05 kΩ
E24
Braun, Schwarz, Schwarz, Rot, Braun
10 kΩ
9,9 kΩ bis 10,1 kΩ
E96
Gelb, Violett, Rot, Gold
4,7 kΩ
4,47 kΩ bis 4,94 kΩ
E24
Rot, Rot, Grün, Silber
2,2 MΩ
1,98 MΩ bis 2,42 MΩ
E12
Die E-Reihe ist eine praktische Einordnung. Entscheidend bleibt, welche Werte dein Händler oder Lager tatsächlich führt.
4 Ringe oder 5 Ringe lesen
Die Ringanzahl entscheidet, wie viele Ziffern vor dem Multiplikator gelesen werden.
Typ
Aufbau
Beispiel
Einsatz
4 Ringe
2 Ziffern, Multiplikator, Toleranz
Braun, Schwarz, Rot, Gold
häufig bei Standardwiderständen
5 Ringe
3 Ziffern, Multiplikator, Toleranz
Braun, Schwarz, Schwarz, Rot, Braun
häufig bei präziseren Widerständen
Häufig gestellte Fragen zum Widerstand-Code-Rechner
Was berechnet der Widerstand-Code-Rechner?
Der Rechner liest den Farbcode eines axialen Widerstands und berechnet daraus den Nennwert in Ohm, kΩ oder MΩ. Zusätzlich zeigt er den Toleranzbereich, die Bedeutung jedes Rings und eine praktische Einordnung der passenden E-Reihe.
Wann wähle ich 4 Ringe und wann 5 Ringe?
Bei einem 4-Ring-Widerstand stehen die ersten beiden Ringe für die Ziffern. Danach folgen Multiplikator und Toleranz. Bei einem 5-Ring-Widerstand gibt es drei Ziffernringe. Das ist typisch, wenn der Wert genauer angegeben werden soll, etwa bei 1 % Toleranz.
Warum darf der erste Ring nicht schwarz sein?
Schwarz steht als Ziffer für 0. Als erster Ring würde daraus eine führende Null entstehen, die keinen normalen Widerstandsnennwert beschreibt. Deshalb lässt der Rechner Schwarz nur ab dem zweiten Ziffernring und als Multiplikator zu.
Wie lese ich die richtige Richtung des Widerstands?
Meist ist der Toleranzring etwas abgesetzt oder steht näher am rechten Ende. Gold und Silber sind ebenfalls starke Hinweise auf das Ende des Codes. Wenn beide Richtungen plausibel wirken, hilft ein Multimeter oder das Datenblatt der Bauteilserie.
Was bedeutet die Toleranz im Ergebnis?
Die Toleranz beschreibt die erlaubte Abweichung vom Nennwert. Ein 1 kΩ-Widerstand mit ±5 % darf rechnerisch zwischen 950 Ω und 1,05 kΩ liegen. Für präzise Mess- oder Referenzschaltungen ist dieser Bereich oft wichtiger als der Nennwert allein.
Was bedeutet die E-Reihe im Rechner?
E-Reihen sind genormte Nennwertabstufungen für Bauteile. Der Rechner ordnet die Toleranz grob einer typischen Reihe zwischen E6 und E192 zu. Das ersetzt keinen Lagerbestand, hilft aber beim Abgleich mit üblichen Widerstandswerten.
Warum zeigt der Rechner Gold und Silber beim Multiplikator?
Gold und Silber können beim Multiplikator kleine Ohmwerte darstellen. Gold bedeutet ×0,1, Silber bedeutet ×0,01. Das ist nützlich für niederohmige Widerstände, bei denen Werte unter 10 Ω gebraucht werden.
Kann ich damit SMD-Widerstände lesen?
Nein, dieser Rechner ist für Farbringe auf bedrahteten Widerständen gedacht. SMD-Widerstände nutzen meist Zahlencodes oder EIA-96-Codes. Dafür braucht es eine andere Logik, weil dort keine Farbringe und keine Toleranzfarben ausgewertet werden.
Warum stimmt der Farbcode nicht immer exakt mit der Messung überein?
Messgeräte, Kontaktwiderstände, Temperatur, Bauteilalterung und die angegebene Toleranz beeinflussen den gemessenen Wert. Wenn ein Bauteil innerhalb des berechneten Bereichs liegt, kann es trotz Abweichung vom Nennwert noch spezifikationsgerecht sein.
Worauf muss ich neben dem Ohmwert achten?
Der Farbcode sagt nur Wert und Toleranz. Für eine echte Schaltung zählen auch Belastbarkeit in Watt, Temperaturkoeffizient, Bauform, Spannungsfestigkeit und Umgebungstemperatur. Ein richtiger Ohmwert kann trotzdem ungeeignet sein, wenn der Widerstand zu heiß wird.