Brutto-Versorgungslücke-Monatliche Differenz vor Steuern und Sozialabgaben
W
Gewünschte Bruttoeinnahmen-Gewünschter Monatsbetrag im Alter vor Abzügen
R
Geschätzte Bruttorente-Vorhandene und künftige Entgeltpunkte × heutiger Rentenwert
i
Monatsrendite-Jahresrendite geteilt durch zwölf; bei 0 % verwendet der Rechner lineare Zahlungsströme
K
Kapitalbedarf-Barwert von 25 × 12 monatlichen Entnahmen am Monatsende
KS
Kapital aus heutiger Sparrate-Endwert der bereits geplanten monatlichen Sparrate bis zur Rente
Sz
Zusätzliche Sparrate-Monatlicher Betrag für den nach dem vorhandenen Sparplan verbleibenden Fehlbetrag
Rentenniveau und Rentenwert
Jahr
Rentenwert
Rentenniveau
Beitragssatz
2020/21 (West)
34,19 €
49,4 %
18,6 %
2022/23 (West)
36,02 €
49,4 %
18,6 %
2024/25
39,32 €
48,2 %
18,6 %
2025/26
40,79 €
48,0 %
18,6 %
2026/27
42,52 €
mind. 48,0 %
18,6 %
Rentenwert seit 2023 bundeseinheitlich. Die 2020/21- und 2022/23-Werte zeigen den damaligen West-Wert. Quelle sind Deutsche Rentenversicherung und BMAS Rentenanpassung 2026.
Häufig gestellte Fragen zum Vorsorgerechner
Was ist die Versorgungslücke?
Die Versorgungslücke ist die Differenz zwischen deinem gewünschten Einkommen im Alter und der voraussichtlichen gesetzlichen Rente. Das Rentenniveau beschreibt nur eine Standardrente vor Steuern im Verhältnis zum Durchschnittsentgelt und ist keine persönliche Netto-Prognose. Für deine Lücke brauchst du Renteninformation, voraussichtliche Betriebs- und Privatrenten, Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung sowie deine geplanten Ausgaben.
Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?
Der Rechner addiert deine bereits erworbenen Entgeltpunkte und die bis zum gewählten Rentenalter modellierten künftigen Punkte. Für die Zukunft unterstellt er ein konstantes heutiges Einkommen und begrenzt es an der Beitragsbemessungsgrenze. Anschließend multipliziert er die Punkte mit dem aktuellen Rentenwert. Zugangsfaktor, Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung fehlen in dieser vereinfachten Brutto-Prognose.
Welche Vorsorgeformen gibt es?
Zur ersten Säule zählen gesetzliche Rentenversicherung und weitere Basissysteme. Die zweite Säule umfasst die betriebliche Altersvorsorge. Riester-Verträge, private Rentenversicherungen, Wertpapiersparpläne und andere private Lösungen gehören zur privaten Altersvorsorge. Welche Kombination passt, hängt von Kosten, Förderung, Risiko und Flexibilität ab.
Wie viel muss ich für die Altersvorsorge sparen?
Die nötige Sparrate hängt von deiner persönlichen Versorgungslücke, dem Anlagezeitraum, den Kosten und der realistischen Rendite ab. Eine pauschale Quote reicht für eine belastbare Planung nicht aus. Nutze mehrere Renditeszenarien und berücksichtige Inflation, Steuern und Produktkosten separat.
Lohnt sich Riester-Rente noch?
Ob ein Riester-Vertrag passt, hängt von Zulagen, möglichem Sonderausgabenabzug, Vertragskosten und deiner Haushalts- und Erwerbssituation ab. Vergleiche die garantierten Leistungen und Gesamtkosten des konkreten Vertrags mit anderen Formen der privaten Altersvorsorge.
ETF-Sparplan oder Rentenversicherung?
Ein ETF-Sparplan bietet höhere Renditechancen, niedrige Kosten und Flexibilität, trägt aber Kursrisiko. Eine Rentenversicherung kann eine planbare oder lebenslange Auszahlung bieten und je nach Vertrag steuerliche Vorteile haben, ist aber oft kostenintensiver und weniger flexibel. Die steuerliche Behandlung hängt von Vertragsbeginn, Laufzeit, Auszahlungsalter und Auszahlungsform ab.
Was ist die Rürup-Rente (Basisrente)?
Rürup ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbstständige und Gutverdienende. Beiträge sind 2026 zu 100 % bis zum Höchstbetrag von 30.826 € absetzbar, bei Zusammenveranlagung bis 61.652 €. Nachteile: Nicht frei kündbar, keine reguläre Kapitalauszahlung, erst ab 62 als Rente. Lohnt sich vor allem bei hohem Steuersatz.
Wie berücksichtigt man die Inflation bei der Altersvorsorge?
Die Inflation mindert die Kaufkraft der Rente. Bei 2 % Inflation sind 2.000 € in 30 Jahren nur noch ca. 1.100 € wert. Gegenmaßnahmen: Rendite über Inflation (z. B. Aktien), dynamische Sparpläne, inflationsindexierte Anleihen. Plane mit realer (inflationsbereinigter) Rendite.
Welche Eingaben gehören in den Vorsorgerechner?
Übernimm die bereits erworbenen Entgeltpunkte aus deiner Renteninformation. Ergänze aktuelles Alter, Rentenalter, Monatsbrutto, gewünschte Bruttoeinnahmen im Alter, heutige Sparrate und eine erwartete Rendite. Die Rendite sollte zu deinem Anlageprodukt passen und bei Bedarf bereits um Kosten und Inflation bereinigt sein.
Warum sollte ich die Eingaben beim Vorsorgerechner prüfen?
Vor allem Entgeltpunkte, Rentenalter und Rendite verändern das Ergebnis stark. Vergleiche die Rentenschätzung mit deiner aktuellen Renteninformation. Der Rechner verwendet den heutigen Rentenwert und bildet künftige Rechtsänderungen, Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung nicht ab.