Unterhaltspflichten-Bis zu fünf berücksichtigte Personen
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Pfändungstabelle-Amtliche Monatstabelle ab 01.07.2026
Pfändungsfreigrenzen 2026 (§ 850c ZPO)
Unterhaltspflichten
Pfändungsfreigrenze
Zuschlag
Keine
1.587,40 €
-
1 Person
2.184,82 €
+ 597,42 €
2 Personen
2.517,65 €
+ 332,83 €
3 Personen
2.850,48 €
+ 332,83 €
4 Personen
3.183,31 €
+ 332,83 €
5 Personen
3.516,14 €
+ 332,83 €
Monatliche Nettoeinkommen-Freigrenzen gültig ab 01.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 80).
Häufig gestellte Fragen zum Privatinsolvenz-Rechner
Was ist eine Privatinsolvenz?
Die Privatinsolvenz (Verbraucherinsolvenz) ist ein gerichtliches Verfahren zur Schuldenregulierung für natürliche Personen. Nach Ablauf der Abtretungsfrist kann das Gericht eine Restschuldbefreiung erteilen. Sie erfasst nur die dafür vorgesehenen Insolvenzforderungen, nicht automatisch jede Verbindlichkeit.
Wie lange dauert die Privatinsolvenz?
Im regulären Verfahren beträgt die Abtretungsfrist drei Jahre ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Wurde dir aufgrund eines nach dem 30. September 2020 gestellten Antrags bereits eine Restschuldbefreiung erteilt, beträgt die Abtretungsfrist in einem erneuten Verfahren fünf Jahre. Während der maßgeblichen Frist führst du den pfändbaren Teil deiner Bezüge an den Treuhänder ab.
Was ist die Pfändungsfreigrenze?
Die Pfändungsfreigrenze liegt seit dem 1. Juli 2026 bei 1.587,40 € netto pro Monat. Für die erste unterhaltsberechtigte Person erhöht sich der Freibetrag um 597,42 €, für jede weitere bis zur fünften Person um 332,83 €.
Welche Schulden werden nicht erlassen?
Nicht von der Restschuldbefreiung erfasst sind insbesondere die in § 302 InsO genannten Forderungen. Dazu zählen Forderungen aus vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlungen, vorsätzlich pflichtwidrig nicht gezahltem gesetzlichen Unterhalt, bestimmten Steuerstraftaten, Geldstrafen und Verfahrenskostendarlehen. Diese Forderungen können nach der Restschuldbefreiung fortbestehen.
Was passiert mit meinem Vermögen?
Verwertbares Vermögen wird vom Insolvenzverwalter verwertet: Sparguthaben, Wertpapiere, wertvolle Gegenstände. Geschützt sind: Haushaltsgegenstände, Arbeitsgeräte, angemessene Kleidung, Sozialleistungen, unpfändbare Einkommensteile. Ein PKW kann geschützt sein, wenn beruflich nötig.
Kann ich während der Insolvenz arbeiten?
Während der Abtretungsfrist gelten Erwerbs- und Mitwirkungsobliegenheiten. Ob und welcher Teil eines Nebenverdienstes pfändbar ist, hängt von Einkommensart, Gesamteinkommen und Pfändungsschutz ab. Lass Sonderfälle von einer Schuldnerberatung oder Rechtsberatung prüfen.
Was kostet eine Privatinsolvenz?
Gerichts-, Treuhänder- und gegebenenfalls Beratungskosten hängen vom Verfahren ab. Unter gesetzlichen Voraussetzungen können Verfahrenskosten gestundet werden. Eine anerkannte Schuldnerberatung kann deinen konkreten Fall und mögliche Beratungskosten klären.
Wie wirkt sich die Insolvenz auf die Schufa aus?
Informationen über die erteilte Restschuldbefreiung speichert die SCHUFA grundsätzlich nur sechs Monate nach der Restschuldbefreiung. Andere zulässig gespeicherte Vertrags- oder Zahlungsdaten können eigenen Fristen unterliegen. Prüfe deine Daten nach Ablauf der Frist mit einer kostenlosen Datenkopie.
Welche Eingaben gehören in den Privatinsolvenz-Rechner?
Gib dein monatliches Nettoeinkommen, die Zahl berücksichtigter Unterhaltspflichten von null bis fünf und die gesamte Schuldenhöhe ein. Der Rechner modelliert den pfändbaren Monatsbetrag über drei Jahre. Er entscheidet nicht, welche einzelne Forderung rechtlich erlassen wird.
Warum sollte ich die Eingaben beim Privatinsolvenz-Rechner prüfen?
Kleine Eingabefehler können das Ergebnis stark verändern. Prüfe deshalb die wichtigsten Werte und rechne bei unsicheren Annahmen mit realistischen Alternativen.